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Kriegerdenkmal Am Bergvorsprung Wilhelmshöhe an der Eisenleite
Berneck, die Stadt mit sieben Hügeln, bietet ringsum wunderbare Ausblicke auf den Ort und seine Umgebung. Bereits 1834 wurde der Aussichtspunkt Wilhelmshöhe am Ende der Strasse ‚Eisenleite‘ angelegt. Der örtliche Verschönerungsverein erbaute 1882 hier einen Pavillon, an dem Kurgäste rasten und den Ausblick genießen konnten. Namensgebend für den Bergvorsprung Wilhelmshöhe, auf dem sich heute das Kriegerdenkmal befindet, war der Landrichter Wilhelm Landgraf. Er setzte sich im 19. Jahrhundert für die Verschönerung der Eisenleite ein.
In der Eisenleite 3 Kriegerdenkmal
Auch ohne direkte Kampfhandlungen in Berneck machten sich doch negative Auswirkungen des Ersten Weltkriegs in der Stadt bemerkbar: Die eingezogenen Männer fehlten der Kleinstadt auf den Höfen und im Handwerk. Nach einem verlorenen Krieg lähmte und demoralisierte auch die Nachkriegszeit die Menschen, die galoppierende Inflation war verheerend. Im Archiv des Stadtmuseums befinden sich Beispiele des Bernecker Notgelds aus den 1920er Jahren.
Der Chronist Emil Wachter beschreibt die Auswirkungen der Kriegsjahre und der Nachkriegszeit auf die Kleinstadt Berneck wie folgt:
Im Sommer 1927 weihte der damalige Bürgermeister Wilhelm Münch das Kriegerdenkmal ein. Das Mahnmal erinnert an die 93 Soldaten aus Berneck und den Ortsteilen Rimlas und Bärnreuth, die im Ersten Weltkrieg gefallen waren.
Zusatzinformation Im Zweiten Weltkrieg hatte die Stadt Berneck mit Rimlas und Bärnreuth 117 Gefallene zu beklagen. Hinzu kamen noch 82 Vermisste. Deren Namen ergänzte man auf dem Kriegerdenkmal nach 1945. Postkarte von Bad Berneck - Archiv Florian Fraaß Einweihung Kriegerdenkmal 28.8.1927 - Bild: Archiv Stadtmuseum
Notgeld Berneck - Archiv Florian Fraaß
„Es will doch etwas heißen, wenn nicht bloß die bis dahin immer rege Bautätigkeit gänzlich stillstehen musste, wenn die Fabriken fast völlig ruhten und die Werkstätten immer stiller wurden, weil die Männer hinaus mussten in das Feld, um dort die großen Verluste zu ersetzen. Wohl kehrten sie nach fast fünfjähriger Abwesenheit wieder zurück, aber freudlos und mutlos, denn alle Anstrengungen waren vergeblich, der Krieg war verloren und der Wert der Mark sank immer tiefer, bis Ende 1923 der Dollar auf 7 Billionen Mark stand. Alle Kapital-Vermögen und Ersparungen der Vorkriegszeit waren damit entwertet und das Volk war aufs Schwerste geschädigt.“
Fichtelgebirge Naturpark www.fichtelgebirge.bayern Ortsverein Bad Berneck
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Kriegerdenkmal Am Bergvorsprung Wilhelmshöhe an der Eisenleite
Berneck, die Stadt mit sieben Hügeln, bietet ringsum wunderbare Ausblicke auf den Ort und seine Umgebung. Bereits 1834 wurde der Aussichtspunkt Wilhelmshöhe am Ende der Strasse ‚Eisenleite‘ angelegt. Der örtliche Verschönerungsverein erbaute 1882 hier einen Pavillon, an dem Kurgäste rasten und den Ausblick genießen konnten. Namensgebend für den Bergvorsprung Wilhelmshöhe, auf dem sich heute das Kriegerdenkmal befindet, war der Landrichter Wilhelm Landgraf. Er setzte sich im 19. Jahrhundert für die Verschönerung der Eisenleite ein.
Auch ohne direkte Kampfhandlungen in Berneck machten sich doch negative Auswirkungen des Ersten Weltkriegs in der Stadt bemerkbar: Die eingezogenen Männer fehlten der Kleinstadt auf den Höfen und im Handwerk. Nach einem verlorenen Krieg lähmte und demoralisierte auch die Nachkriegszeit die Menschen, die galoppierende Inflation war verheerend. Im Archiv des Stadtmuseums befinden sich Beispiele des Bernecker Notgelds aus den 1920er Jahren.
Der Chronist Emil Wachter beschreibt die Auswirkungen der Kriegsjahre und der Nachkriegszeit auf die Kleinstadt Berneck wie folgt:
Im Sommer 1927 weihte der damalige Bürgermeister Wilhelm Münch das Kriegerdenkmal ein. Das Mahnmal erinnert an die 93 Soldaten aus Berneck und den Ortsteilen Rimlas und Bärnreuth, die im Ersten Weltkrieg gefallen waren.
Postkarte von Bad Berneck - Archiv Florian Fraaß Einweihung Kriegerdenkmal 28.8.1927 - Bild: Archiv Stadtmuseum
Notgeld Berneck - Archiv Florian Fraaß
Zusatzinformation Im Zweiten Weltkrieg hatte die Stadt Berneck mit Rimlas und Bärnreuth 117 Gefallene zu beklagen. Hinzu kamen noch 82 Vermisste. Deren Namen ergänzte man auf dem Kriegerdenkmal nach 1945.
„Es will doch etwas heißen, wenn nicht bloß die bis dahin immer rege Bautätigkeit gänzlich stillstehen musste, wenn die Fabriken fast völlig ruhten und die Werkstätten immer stiller wurden, weil die Männer hinaus mussten in das Feld, um dort die großen Verluste zu ersetzen. Wohl kehrten sie nach fast fünfjähriger Abwesenheit wieder zurück, aber freudlos und mutlos, denn alle Anstrengungen waren vergeblich, der Krieg war verloren und der Wert der Mark sank immer tiefer, bis Ende 1923 der Dollar auf 7 Billionen Mark stand. Alle Kapital-Vermögen und Ersparungen der Vorkriegszeit waren damit entwertet und das Volk war aufs Schwerste geschädigt.“
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